Das Einraumhaus in Bad Zwischenahn – Oh wie schön ist Panama?!
Manchmal begegnet man einem Ort, der einen für einen Augenblick in die eigene Kindheit zurückversetzt. Genau so ging es mir am 13. August 2026 beim Tag der Heimat in Bad Zwischenahn.
Ganz ungeplant und deshalb umso überraschender stand ich plötzlich vor einem Haus, das mir seit Kindertagen bestens bekannt ist. Ein echtes Stück Kindheit – in Bad Zwischenahn.
Ein Haus mit einer ganz besonderen Geschichte: „Oh, wie schön ist Panama!“
Wer kennt sie nicht, den kleinen Tiger, den kleinen Bären und die Tigerente? Mit ihren Abenteuern haben Janoschs Figuren Generationen von Kindern begeistert.
Das alte Haus selbst erzählt von einer Zeit, in der das Leben einfacher war und die Menschen mit dem auskommen mussten, was sie hatten.
In seinem berühmten Kinderbuch „Oh, wie schön ist Panama“ machen sich Tiger und Bär auf die Suche nach dem vermeintlich schönsten Ort der Welt. Sie erleben Abenteuer und finden schließlich wieder nach Hause. Ohne es zu merken, entdecken sie, dass sie längst an dem Ort angekommen sind, an dem sie sich wohlfühlen.
Die Botschaft dieser Geschichte ist so einfach wie wunderschön: Manchmal suchen wir das Glück in der Ferne und übersehen dabei, was wir es längst besitzen.
Janoschs Verbindung zu Bad Zwischenahn
Janosch, der mit bürgerlichem Namen Horst Eckert heißt, wurde am 11. März 1931 in Hindenburg in Oberschlesien geboren. Nach dem Zweiten Weltkrieg kam er mit seiner Familie nach Niedersachsen und verbrachte insgesamt etwa 13 Jahre in Bad Zwischenahn und Umgebung.
Gemeinsam mit seinem Vater verkaufte er Eis im damaligen Strandpark. Die Gegend prägte seine Erinnerungen und wurde später auch für seine Geschichten bedeutsam.
Das Einraumhaus war zwar nie sein eigenes Wohnhaus, inspirierte ihn aber zum Zuhause seiner berühmten Buchfiguren: dem kleinen Tiger, dem kleinen Bären und der Tigerente.
Ein Ort voller Erinnerungen
Ich finde es wunderbar, wenn alte Gebäude nicht nur ein Stück Heimatgeschichte bewahren, sondern auch Erinnerungen an Geschichten wecken, die uns seit unserer Kindheit begleiten.
Bei meinem Besuch am 13. August 2026 wurde mir wieder bewusst, wie eng Heimat, Erinnerungen und Geschichten miteinander verbunden sein können.
Und vielleicht ist das die schönste Erkenntnis aus Janoschs Geschichte: Wir müssen nicht immer in die Ferne reisen, um das Glück zu finden. Manchmal genügt ein Ausflug, ein altes Haus mit einem Reetdach und die Erinnerung an zwei Freunde, die uns zeigen, wie schön es zu Hause sein kann.
Oh, wie schön ist Bad Zwischenahn! ❤️
