Namen der Erinnerung – Menschen, die wir nicht vergessen
Hinter jeder Nachricht über Terror, extremistische Gewalt und besonders schwere Gewalttaten stehen Menschen.
Menschen mit Namen.
Menschen mit Familien.
Menschen mit Hoffnungen, Träumen und einer eigenen Geschichte.
Diese Seite erinnert an Menschen, die in Deutschland durch Terror, extremistische Gewalt oder besonders schwere Gewalttaten ihr Leben verloren haben.
Nicht die Tat soll im Mittelpunkt stehen.
Sondern der Mensch.
Ein Leben.
Eine Geschichte.
Eine Erinnerung.
Die Namen der Erinnerung
Berlin – Christopher Street Day
Juli 2026
Am Rande des Christopher Street Day wurde eine Menschenmenge im Berliner Tiergarten mit einem Fahrzeug angegriffen. Eine Frau verlor ihr Leben, weitere Menschen wurden verletzt.
Wir erinnern an das Todesopfer.
Die Verstorbene war 65 Jahre alt und stammte aus Polen. Ihr Name wurde öffentlich nicht genannt.
Wir respektieren die Privatsphäre der Verstorbenen und ihrer Angehörigen.
Ein Mensch soll auch dann nicht zu einer bloßen Zahl werden, wenn sein Name nicht öffentlich genannt wird.
Mannheim
März 2025
Bei der Todesfahrt in der Mannheimer Innenstadt verloren zwei Menschen ihr Leben. Weitere Menschen wurden verletzt.
Wir erinnern an:
Eine 83-jährige Frau
Einen 54-jährigen Mann
Die Namen der beiden Todesopfer wurden öffentlich nicht genannt.
Zwei Menschen.
Zwei Leben.
Zwei Geschichten.
München
Februar 2025
Ein Fahrzeug wurde gezielt in einen Demonstrationszug der Gewerkschaft ver.di gesteuert.
Amel und ihre zweijährige Tochter Hafsa erlagen ihren Verletzungen. Weitere Menschen wurden verletzt.
Wir erinnern an:
Amel
Hafsa
Mutter und Tochter.
Zwei Leben.
Eine Familie.
Die Angehörigen haben darum gebeten, die beiden nur mit ihren Vornamen zu nennen. Diesem Wunsch folgen wir.
Aschaffenburg
Januar 2025
Bei der Gewalttat im Park Schöntal verloren ein zweijähriges Kind und ein 41-jähriger Mann ihr Leben.
Der 41-jährige Mann griff nach den bisherigen Ermittlungsergebnissen ein, um Kinder zu schützen.
Wir erinnern an die beiden Menschen, deren Leben an diesem Tag endete.
Zwei Menschen.
Zwei Leben.
Zwei Familien, die einen geliebten Menschen verloren haben.
Magdeburg – Weihnachtsmarkt
Dezember 2024
Beim Anschlag auf den Magdeburger Weihnachtsmarkt verloren sechs Menschen ihr Leben. Unter den Todesopfern war ein neunjähriges Kind. Hunderte weitere Menschen wurden verletzt.
Wir erinnern an:
André Gleißner
Stephanie Engelmann
Franziska K.
Else Bedau
Jutta Rohde
Rita Staab
Sechs Menschen.
Sechs Leben.
Sechs Familien.
Sechs Geschichten.
Ihre Namen bleiben Teil der Erinnerung.
Solingen
August 2024
Beim Anschlag auf das Solinger Stadtfest verloren drei Menschen ihr Leben. Weitere Menschen wurden verletzt.
Wir erinnern an die drei Menschen, deren Leben an diesem Abend endete.
Drei Menschen.
Drei Lebenswege.
Drei Familien, die einen geliebten Menschen verloren haben.
Bad Oeynhausen
Juni 2024
Im Kurpark von Bad Oeynhausen wurde der 20-jährige Philippos Tsanis schwer angegriffen. Er starb an den Folgen seiner Verletzungen.
Wir erinnern an:
Philipos Tsanis
Ein junger Mensch.
Ein Sohn.
Ein Freund.
Ein Leben, das viel zu früh endete.
Mannheim
Mai 2024
Bei einem Messerangriff auf dem Mannheimer Marktplatz wurden mehrere Menschen verletzt.
Der Polizeihauptkommissar Rouven Laur wurde schwer verletzt und starb am 2. Juni 2024 an seinen Verletzungen.
Wir erinnern an:
Rouven Laur
Ein Mensch, der im Einsatz für andere sein Leben verlor.
Duisburg
April 2023
Bei einem Messerangriff in Duisburg wurde ein Mensch getötet. Weitere Menschen wurden verletzt.
Wir erinnern an das Todesopfer.
Ein Mensch.
Ein Leben.
Eine Geschichte.
Brokstedt
Januar 2023
In einem Regionalzug zwischen Kiel und Hamburg wurden zwei Menschen getötet und mehrere weitere verletzt.
Wir erinnern an:
Ann-Marie D.
Jan B.
Zwei Menschen.
Zwei Leben.
Zwei Geschichten.
Würzburg
Juni 2021
Bei der Messerattacke in der Würzburger Innenstadt verloren drei Frauen ihr Leben.
Wir erinnern an die drei Frauen.
Drei Menschen.
Drei Leben.
Drei Geschichten.
Senzig – Königs Wusterhausen
Dezember 2021
In einem Wohnhaus in Senzig wurden fünf Menschen tot aufgefunden.
Wir erinnern an die fünf Menschen.
Fünf Menschen.
Fünf Leben.
Eine Familie.
Dresden
Oktober 2020
Bei einem islamistisch motivierten Messerangriff wurde ein Mann getötet.
Wir erinnern an:
Thomas L.
Ein Mensch.
Ein Leben.
Eine Geschichte.
Hanau
Februar 2020
Neun Menschen wurden bei dem rassistisch motivierten rechtsextremistischen Anschlag ermordet.
Wir erinnern an:
Gökhan Gültekin
Sedat Gürbüz
Said Nesar Hashemi
Mercedes Kierpacz
Hamza Kurtović
Vili Viorel Păun
Fatih Saraçoğlu
Ferhat Unvar
Kaloyan Velkov
Neun Menschen, die fehlen.
Neun Familien und Freundeskreise, die einen geliebten Menschen verloren haben.
Halle (Saale) und Landsberg
Oktober 2019
Beim antisemitisch und rechtsextremistisch motivierten Anschlag wurden zwei Menschen ermordet.
Wir erinnern an:
Jana Lange
Kevin Schwarze
Zwei Menschen.
Zwei Leben.
Zwei Geschichten.
Münster
April 2018
Bei der Amokfahrt in der Münsteraner Innenstadt verloren vier Menschen ihr Leben. Weitere Menschen wurden verletzt.
Wir erinnern an die vier Todesopfer.
Eine 51-jährige Frau aus dem Kreis Lüneburg
Ein 65-jähriger Mann aus dem Kreis Borken
Ein 74-jähriger Mann aus Hamm
Ein 56-jähriger Mann aus dem niederländischen Albergen
Vier Menschen.
Vier Leben.
Vier Geschichten.
Hamburg – Barmbek
Juli 2017
Bei einem Messerangriff in einem Hamburger Supermarkt wurde ein 50-jähriger Mann getötet. Weitere Menschen wurden verletzt.
Wir erinnern an ihn.
Ein Mensch.
Ein Leben.
Eine Geschichte.
Berlin – Breitscheidplatz
Dezember 2016
Beim islamistischen Terroranschlag auf den Weihnachtsmarkt am Breitscheidplatz verloren zunächst zwölf Menschen ihr Leben.
Ein weiteres Opfer, Sascha Hüsges, starb im Oktober 2021 an den Folgen seiner Verletzungen.
Damit verloren insgesamt 13 Menschen infolge des Anschlags ihr Leben.
Wir erinnern an:
Anna und Georgiy Bagratuni
Sebastian Berlin
Nada Čižmár
Fabrizia Di Lorenzo
Dalia Elyakim
Christoph Herrlich
Klaus Jacob
Angelika Klösters
Dorit Krebs
Łukasz Urban
Peter Völker
Sascha Hüsges
Dreizehn Menschen.
Dreizehn Leben.
Dreizehn Geschichten.
München – Olympia-Einkaufszentrum
Juli 2016
Beim rassistisch motivierten rechtsextremistischen Anschlag am Olympia-Einkaufszentrum wurden neun Menschen ermordet.
Wir erinnern an:
Armela Segashi
Can Leyla
Dijamant Zabërgja
Guiliano Kollmann
Hüseyin Dayıcık
Roberto Rafael
Sabine Sulaj
Selçuk Kılıç
Sevda Dağ
Neun Menschen.
Neun Leben.
Neun Geschichten.
Berlin
September 2015
Der 31-jährige Luke Holland wurde in Berlin erschossen. Die Tat wird in der Dokumentation zu Todesopfern rechter Gewalt als rechtsextrem motivierte Tötung geführt.
Wir erinnern an:
Luke Holland
Ein Mensch.
Ein Leben.
Eine Geschichte.
Warum wir erinnern
Diese Seite ist keine Sammlung von Ereignissen.
Sie ist eine Erinnerung an Menschen.
Nicht jede Tat lässt sich derselben Kategorie zuordnen. Manche Taten wurden als terroristisch eingestuft, andere als extremistisch motiviert, wieder andere als besonders schwere Gewalttaten.
Deshalb unterscheiden wir, wo es notwendig ist.
Aber wir erinnern gemeinsam.
Denn unabhängig davon, wie eine Tat juristisch eingeordnet wird, bleibt eines gleich:
Hinter jedem Todesopfer steht ein Mensch.
Hinter jedem Menschen stehen Angehörige, Freunde und Menschen, die ihn vermissen.
Diese Liste erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit.
Sie ist eine Auswahl öffentlich dokumentierter Fälle aus den Jahren 2015 bis 2026, bei denen Menschen durch Terror, extremistische Gewalt oder besonders schwere Gewalttaten in Deutschland ihr Leben verloren haben.
Sie soll weitergeführt und mit größter Sorgfalt aktualisiert werden.
Sollte ein Name fehlen oder eine Angabe nicht vollständig sein, geschieht dies nicht aus Respektlosigkeit gegenüber den Opfern oder ihren Angehörigen.
Gerade weil jedes einzelne Leben wichtig ist, möchten wir mit größter Sorgfalt und Verantwortung erinnern.
Erinnerung braucht Sorgfalt.
Und Erinnerung braucht Menschen, die hinschauen.
Hinter jedem Namen steht
Ein Leben.
Eine Familie.
Eine Geschichte.
Erinnern bedeutet nicht, in der Vergangenheit stehen zu bleiben.
Erinnern bedeutet, Menschen sichtbar zu machen.
Und erinnern bedeutet auch, Verantwortung für unsere Gegenwart und unsere Zukunft zu übernehmen.
Licht der Erinnerung
Gegen Hass.
Gegen Gewalt.
Gegen das Vergessen.
Wir vergessen die Menschen nicht.
Viele kleine Lichter können gemeinsam die Dunkelheit heller machen.
